Lady Gaga  - "Born This Way"
CD-Check

Lady Gaga - "Born This Way"

Internet-Phänomen, Mode-Ikone und erfolgreiche Pop-Sängerin: die Ausnahmekünstlerin Lady GaGa gehört zweifellos zu den größten Stars unserer Zeit! Mit ihrer zweiten CD „Born This Way“ erscheint endlich das wohl heiß ersehnteste Album des Jahres 2011.

Stefanie Joanne Angelina Germanotta alias Lady GaGa wurde am 20. März 1986 in Yonkees, New York geboren und ist inzwischen weltbekannt. Ihr Debütalbum „The Fame“ verkaufte sich inzwischen über beeindruckende 15 Millionen Mal.

Bereits im Alter von 13 Jahren komponierte Lady GaGa ihre erste Klavierballade. Nur ein Jahr später sammelte sie Gesangserfahrungen bei „Open-Mic“-Veranstaltungen. Dort kann jeder sein Talent unter Beweis stellen, der mutig genug ist, auf der Bühne hinter das Mikrofon zu treten. Der Sieger wird dann vom Publikum mit dem stärksten Applaus zum Sieger gekürt. Als 19jährige wurde Germanotta schließlich vom Plattenriesen Interscope (u.a. U2, Eminem, James Morrison) unter Vertrag genommen. Von da an ging es steil bergauf für das Phänomen „Lady GaGa“. Zunächst schrieb sie Songs für Popgrößen wie The Pussycat Dolls oder Akon. Doch die junge Sängerin merkte bald, dass sie selbst auf die Bühne will: „Ich war schon immer eine Entertainerin. Schon als kleines Mädchen habe ich mich andauernd in Szene gesetzt und im Grunde genommen mache ich das auch heute noch.“

Einen ersten Namen als Sängerin machte sie sich zuerst in New York an der Lower East Side mit der Dance-Pop-Hymne „Beautiful, Dirty, Rich“. Ihre Auftritte gestaltete sie meistens durch Performances, bei denen sie schon damals auf ihre schrille Optik und lässige Posen setzte. „Die Performance ist wichtig, die Haltung, der ganze Look - das alles gehört zusammen. Das ist die Welt, die mir als Künstlerin vorschwebt,“ sagt Lady GaGa, die Bereiche wie Rock, Pop und Theater kombiniert, genau wie schon ihre Vorbilder David Bowie und Queen. Der Song „Radio Gaga“ der Band Queen war übrigens auch Inspiration zu ihrem Künstlernamen Lady GaGa.

 

© Hedi Slimane
Lady Gaga

Seit 2008 veröffentlichte die Sängerin aus „The Fame“ und „The Fame Monster“ (der Neu-Auflage von „The Fame“ plus acht neuer Titel) insgesamt sieben erfolgreiche Singles. Im Februar 2011 erschien dann endlich mit „Born This Way“ der erste Song aus der gleichnamigen CD. Und dieser brach sofort alle Rekorde: innerhalb von drei Tagen wurden 448.000 Downloads des Titels verkauft – das schaffte keine Künstlerin vor Lady GaGa! Außerdem schaffte es „Born This Way“ als erste Single überhaupt nur allein über die Download-Verkäufe auf Platz Eins der deutschen Charts. Bevor dann aber endlich das komplette Album weltweit zeitgleich am 23. Mai 2011 erschien, gab’s noch die zweite Single „Judas“, und Lady GaGa stellte die Titel „The Edge Of Glory“ und „Hair“ vorab zur Verfügung. Damit schaffte sie es als erste Solokünstlerin seit 1955, mit insgesamt vier Songs gleichzeitig in den britischen Top 20 vertreten zu sein.

Für die neue CD, die nach Aussage der Sängerin die Popwelt revolutionieren würde, waren das eine Menge Vorschusslorbeeren – diese hohen Erwartungen musste sie jetzt auch erfüllen!

 

„Born This Way“ beginnt mit dem Song „Marry The Night“ und der zeigt gleich gut, was Sie in der kommenden Stunde zu hören kriegen: wummernde Elektro-Synthie-Beats und eingängige Melodien – das Ganze perfekt produziert von GaGa’s Entdecker Vincent Herbert, der auch schon bei „The Fame“ und „The Fame Monster“ hinter den Reglern stand. Bei gleichem Team überrascht es nicht, dass auch das bewährte Erfolgsrezept gleich geblieben ist: identische musikalische Zugaben und keine allzu großen Experimente – richtig gute Musik, jedoch wenig überraschend. Der Titeltrack „Born This Way“ etwa ist zwar ein wirklich toller Party-Ohrwurm, der sich aber im Endeffekt an dem orientiert, was Lady GaGa bereits vorher veröffentlicht hat. In die Schlagzeilen geriet das Schaffen der Künstlerin vielmehr immer wieder durch ihre extrovertierten Auftritte, die aufwendigen Videos oder den Klatsch und Tratsch rund um ihre Person. „Judas“ fiel vor allem wegen der religiösen Provokation auf. Im Song singt die Amerikanerin über ihre Liebe zum Jesus-Verräter Judas, den sie im dazugehörigen Video als sexy Mann inszeniert, mit dem sie heftig flirtet.

Kleine Überraschungen gibt’s dann aber doch noch. Bei „Americano“ etwa werden mexikanische Gypsy-Gitarren und Trompeten im Disko-Sound verarbeitet und Lady GaGa baut spanische Textzeilen in ihren Gesang ein. Bei „Scheiße“ (der Song heißt tatsächlich so!) versucht sich die Sängerin sogar an der deutschen Sprache, heraus kommen aber nur künstliche Wortgebilde, die zwar irgendwie an deutsch erinnern, aber eigentlich nur sinnlose Lautfetzen sind. Inspiriert wurde GaGa zu dem Song übrigens während eines Besuchs im berühmten Berliner Club „Berghain“ im Mai 2010, in dem sie nach ihrem damaligen Konzert in der O2 World auf ihren Geburtstag anstieß.

 

„Born This Way“ ist irgendwie nicht der musikalische Meilenstein, den Lady GaGa angekündigt hatte. Die insgesamt 15 neuen Songs sind aber trotzdem richtig gute, moderne Pop-Dance-Musik und somit perfekt für die extrovertierten Selbstdarstellungen der Künstlerin. Lady GaGa ist nämlich nicht nur erfolgreich mit ihren CDs, sondern ein Gesamtkunstwerk, das in Einklang von Musik, Stories und der Inszenierung der Sängerin entsteht. Mit diesen Eindrücken im Kopf macht GaGa’s neue CD unglaublich viel Spaß – wir sind gespannt, was der wohl größte Popstar unserer Zeit aus diesem neuen Material machen wird!

 

 

Anspieltipps:
"Bloody Mary":ist im Vergleich zu den anderen Songs etwas ruhiger. Diese langsamere Gangart ist aber richtig erfrischend zwischen den ganzen krachenden Beats – der Song mit dem eingängigen Refrain bleibt nach nur einem mal Hören sofort hängen
"The Edge Of Glory":lebt ebenfalls von der wirklich guten Melodie (wir müssen bei dem Lied immer sofort mitsingen). Cool ist das Saxofon-Solo am Ende des Dance-Songs
"Yoü And I":enthält Teile von Queen’s „We Will Rock You” und ist entsprechend rockiger als die anderen Songs auf der CD. Toller Bonus: Queen-Gitarrist Brian May persönlich hat es sich nicht nehmen lassen, die E-Gitarre bei diesem Titel einzuspielen – eine großartige Kombination

 

 

Und so bewertet C. Vogel aus Müllrose die CD:
Die ersten Lieder sind wirklich gut (bis zum Lied 6), aber alles was danach so kommt ist eher schlecht.
Ich habe mir persönlich von dem Album mehr versprochen. Leider war dem nicht so und somit fällt meine Bewertung
eher schlecht als recht aus. Gebe dem Album somit nur 2 von 5 Sternen.

Das sagt C. Kaminski aus Bad Saarow zum Album:
Die CD ist sprunghaft wie eben Lady GaGa selber. Es ist ein Auf und Ab der Musik. Gefällt meinem Mann und mir aber gut. Bewertung 7 von 10 Punkten.

Hier die Bewertung von K. Lücke aus Lunow:
Es ist eine sehr gut gelungene CD. Am besten gefallen mir die Titel: "Marry The Night", "Born This Way" und "The Edge Of Glory". Ständig ertappt man sich beim Mitsingen. Bereits ab dem ersten Titel "Marry The Night" war ich von der Power
dieser Sängerin begeistert. Man bemerkt sofort, dass Lady Gaga sich positiv weiterentwickelt hat, in Bezug auf Stimme, abwechslungsreichere Melodien und umfangreichere Texte. Es gibt auch Titel, die meinen Geschmack nicht so treffen, aber die CD ist ja nicht nur für mich. Deshalb vergebe ich 5 von 5 Sternen!

Und so bewertet T. Struecker aus Wittstock die CD:

Ein sehr abwechslungsreiches Album, wandelbar wie Lady Gaga selbst.
Grade die schon veröffentlichten Singels gehen ins Ohr und in die Beine.
"Judas" und “The Edge of Glory” sind echt Knaller.
"Bloody Mary" schlägt da schon etwas ruhigere Töne an.
Ein tolles Partyalbum, das echt Spaß macht.

M. Fritz aus Vetschau bewertet "Born This Way" von Lady Gaga so:

Das Album ist ein Meisterwerk! Hier ist für jeden etwas dabei, es gibt gefühlvolle

Balladen und Electrosounds und auch jede Menge eingängiger Beats, zu denen man einfach abtanzen will. Lady Gaga hat sich selbst übertroffen mit dieser Platte! Obwohl sich der Song "Scheiße" nicht wirklich wie deutsch anhört, ist es trotzdem ein toller Dance-Track. Alles, was Miss Gaga anfässt, wird eben zu Gold.

Meine Anspieltipps sind:
- "Government Hooker", sehr provokant, Electro
- "Americano", mit Latinoelementen
- "Bloody Mary", etwas ruhiger
- "Bad Kids", ein sehr energisches Stück und
- "Highway Unicorn", auch sehr eingängig

Fazit: Jeder, egal ob Hardcore-Fan oder nicht, muss diese Platte einmal gehört haben.
Eines steht auf jeden Fall fest: Man darf von Lady Gaga noch viel erwarten.