The BossHoss "Liberty Of Action"
CD-Check

The BossHoss - "Liberty Of Action"

Sie sind die Großstadtcowboys der deutschen Musikszene und suchen in einer TV- Castingshow zusammen mit Nena, Rea Garvey und Xavier Naidoo nach „The Voice Of Germany“ – The BossHoss. Nach einer eineinhalb Jahren langen Pause melden sie sich musikalisch mit ihrem sechsten Studioalbum „Liberty of Action“ zurück.

Dass sich die Band als feste Größe im hart umkämpften internationalen Musikmarkt etabliert hat– nicht nur in Deutschland haben sie eine große Fangemeinde – hätten sich Alec Völker alias Boss und Sascha Vollmer aka Hoss wohl zu Beginn ihrer Karriere nicht träumen lassen. 2004 haben sie die Band in Berlin gegründet. Anfangs spielten sie ihren Sound, der noch auf große Hits in Countrystyle basierte, eher auf privaten Partys oder in kleineren Clubs der Stadt. Noch im selben Jahr wurden sie von ihrer Plattenfirma Universal entdeckt und unter Vertrag genommen. Bereits mit ihrer ersten Single - einer Coverversion des HipHop Songs „Hey Ya“ von Outkast - schafften sie prompt den Sprung in die deutschen Single-Charts. Das dazugehörige Album „Internashville Urban Hymnes“, das noch ausschließlich aus Coverversionen bestand, brachte es mit über 100.000 verkaufter Platten sogar auf Goldstatus.

 

The BossHoss

 

Für eine Band, die zu diesem Zeitpunkt seit gerade mal einem Jahr existierte, ein Riesenerfolg. Über die Jahre tourten The Bosshoss durch Länder wie Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande und sogar Kanada. Doch als Musiker, die nur Coverversionen spielen, wollten sich die Berliner nicht abstempeln lassen und überraschten bereits auf ihrem zweiten Album „(Let’s Go) Rodeo Radio“ mit Eigenkompositionen. Sie schafften es mit neuen Alben auch ihren Sound stetig weiterzuentwickeln. Mittlerweile legen sie sehr viel wert auf ihre Eigenständigkeit und verbinden in ihren Songs Soundelemente aus Rockabilly, Punkrock, Blues, Pop, Funk und Country. The BossHoss haben ihren Stempel in der deutschen Musiklandschaft hinterlassen. Vielleicht wurden auch deshalb die Macher der TV- Castingshow „The Voice Of Germany“ auf die beiden Köpfe Boss & Hoss aufmerksam und holten sie in die Jury der weltweit erfolgreichen Sendung.

 

 

Passend zum TV Start haben The BossHoss mit ihrem Album „Liberty Of Action“ jetzt 14 neue Songs im Gepäck. Geschrieben wurden die meisten Titel in Texas. Dort holten sich Alec und Sascha nicht nur Inspiration, sondern spielten auch in drei legendären Countryclubs und haben somit ihren Sound direkt vor US-Publikum getestet. Dieser eher außergewöhnliche Schritt hat sich für den Sound des Albums ausgezahlt. Selten klangen The BossHoss so anders, spannend und amerikanisch, wie in den Liedern auf ihrem neuen Album „Liberty Of Action“. Bereits im Titelsong haben sie das Beste aus dem andersartigen Sound von The BossHoss zusammengefasst. Mit viel Druck in der Stimme und verzerrten Gitarren im Hintergrund sind die Musiker beim fast schon klassischen Rocksound angekommen. Der Song „Live It Up“ erinnert sogar stark an dem Hit „All Summer Long“ von Kid Rock. Aber The BossHoss können nicht nur Rock. In „The Answer“ haben die Berliner im Hintergrund eine Orgel in den Song integriert, so dass das Lied es schafft, den Charme der 70er Jahre wieder aufleben zu lassen.

 

Wer bei The BossHoss immer noch nach Coversionen Ausschau hält, muss schon etwas genauer hinhören. Die Berliner haben eher außergewöhnliche Neuinterpretationen von Songs aufs Album gepackt. Unter anderem gibt es mit „My Country“ eine englische Version der aktuellen Rammstein Single „Mein Land“ zu hören. Und bei „Money (That’s What I Want)“ handelt es sich um einen R&B Song aus den 50er Jahren, der bereits von Bands wie The Beatles, The Doors oder The Blues Brothers gecovert wurde. Und auch für kleinere Gastauftritte der Jurykollegen aus „The Voice Of Germany“ haben The BossHoss auf ihrem Album Platz gefunden. Bei „Run Run Devil“ hat Reamon Sänger Rea Garvey mitgeschrieben und singt im Background mit den Großstadtcowboys. Nena gibt es dagegen in der Single „L.O.V.E.“ (eine Coversion des Nat King Cole Klassikers) zu hören, die auch der Titelsong aus dem kommenden Matthias Schweighöffer Film „Rubbeldiekatz“ ist. „Liberty Of Action“ ist ein Album, auf dem die Band selbstbewusst klingt und auch ist. The BossHoss beweisen es Ihnen mit einer Platte, vor der wir getrost den Cowboyhut ziehen.

 

Anspieltipps:
„Don’t Gimme That“

die erste Singleauskopplung beweist, wie mutig The BossHoss an ihr neues Album gegangen sind. Noch nie hatte die Band swingende Bläser mit in einen Song eingebaut.

„Still Crazy `bout Elvis“die ersten Takte haben The BossHoss noch aus dem Elivs Klassiker „Jailhouse Rock“ geklaut. Doch entstanden ist eine ganz eigene Hommage an den King Of Rock. Als Gast haben sie die texanische Sängerin Patricia Vonne engagiert.
„Hayday“

ein klassischer Diskobeat, aufgepeppt mit düsteren Gitarren – mit dieser Mischung ist „Hayday“ vielleicht einer der außergewöhnlichsten BossHoss Songs. Darüber hinaus hat es noch einen unglaublich groovigen und eingängigen Refrain.