Marit Larsen - "Spark"
CD-Check

Marit Larsen - "Spark"

Durch den Nummer-Eins-Hit "If A Song Could Get Me You" wurde die norwegische Singer-Songwriterin Marit Larsen 2009 mit ihrem handgemachten Folk-Pop über Nacht zum absoluten Superstar. Für die Arbeit an ihrem neuen Album "Spark" zog sich die Künstlerin acht Monate lang aus dem Rampenlicht zurück – ihre neuen Songs beeindrucken jetzt mit großartigen Melodien, die nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Marit Larsen ist im Musikbusiness eigentlich schon ein "alter Hase". Die zierliche Skandinavierin verkaufte bereits Ende der 90er Jahre mit dem Pop-Duo M2M mehr als zwei Millionen Tonträger und landete in den USA, halb Europa und in Japan mehrere Chart-Hits. In Deutschland allerdings blieb das Dance-Pop-Duo weitgehend unbeachtet.

 

Marits Solokarriere nahm an Fahrt auf, als sie 2006 in Norwegen ihr Debüt-Album "Under The Surface" veröffentlichte, das Kritiker und Publikum gleichermaßen begeisterte. Zwei Jahre später folgte die zweite Platte "The Chase", die erneut nur in ihrer Heimat erschien und dort den Erfolg des Vorgängers noch übertraf. Die besten Songs dieser beiden Werke erschienen dann 2009 in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf der CD "If A Song Could Get Me You". Die gleichnamige Single schaffte es bei uns direkt auf Platz Eins der Charts und ist noch immer ein vielgespielter Titel im Radio. Marits Erfolg war so groß - 23 Monate lang war sie fast ununterbrochen auf Tour. Kein Wunder also, dass die Arbeit an neuen Songs dabei viel zu kurz kam. So packte sie schließlich einfach ihre Sachen und zog nach New York. Acht Monate lang lebte sie in der amerikanischen Metropole und komponierte dort das Material für ihre neue CD.

 

"Spark" heißt nun das Werk, das während dieser Zeit in den USA entstand. Marit hatte versucht herauszufinden, was sie schreiben würde, wenn niemand zuhört oder irgendetwas von ihr erwartet. Im BB RADIO-Interview erzählte sie uns, dass sie das New Yorker Leben musikalisch sehr inspiriert und eine noch bessere Songschreiberin aus ihr gemacht hat. Sie besuchte Konzerte unbekannter Künstler, schlenderte ziellos durch die Straßen und setzte ihre Ideen schließlich ganz allein in neue Lieder um (übrigens in ihrem eigenen kleinen Apartment). Herausgekommen sind letztendlich zehn ungemein eingängige Popsongs, deren musikalische Einflüsse von Folk über Country bis zu klassischer Musik reichen. Alle sind sie gleichermaßen liebevoll wie detailverliebt arrangiert. Marit Larsen überlässt nichts dem Zufall, das kann man der Platte anhören. Die talentierte Künstlerin komponiert, schreibt und singt ihre Songs nicht nur selbst, sondern spielt auch Gitarre, Klavier und Mandoline. Oft beschränkt sie sich auf genau diese Instrumente, die wunderschöne, gefühlvolle Ballade "That Day" etwa wird nur von akustischen Gitarren und dem Piano begleitet. Andere Stücke sind dann aber doch wesentlich vielseitiger instrumentiert, beim lockeren, fröhlichen "Have You Ever" kommen beispielsweise Schlagzeug, Bass, Geigen, Celli und sogar mehrstimmiger Background-Gesang hinzu.

 

 

Marit Larsen bei BB RADIO

Die Texte sind traurig und melancholisch, verpackt in leichte, fröhliche Melodien. Marit erzählt von der Suche nach dem richtigen Menschen, mit dem man sein Leben verbringen möchte, aber auch von den Versuchen, die eigenen Träume und Ziele zu verwirklichen. In "Coming Home" geht es zum Beispiel darum, wo eigentlich "Zuhause" ist. In dem Titel, der auch die erste Single aus dem Album ist, besingt Larsen keinen bestimmten Ort, sondern das Zusammensein mit geliebten Menschen. Ein großartiger Song, der uns sofort ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat.

 

Die Musik von Marit Larsen ist speziell und oft ungewöhnlich. Wir mussten die neuen Stücke zwei, drei Mal hören – aber dann gingen sie einfach nicht mehr aus dem Kopf. "Spark" ist ein wirklich wundervolles Album geworden und wir sind uns sehr sicher, dass auch Sie darauf einen ganz persönlichen neuen Lieblingssong finden können.

 

 

Anspieltipps:
"Keeper Of The Keys"

zuckersüßer, federleichter Song mit sehr gefühlvollem, teils mehrstimmigen Gesang von Marit. Die Melodielinie der Instrumente klingt dabei wie eine Spieluhr

"I Can’t Love You Anymore"die Ballade erinnert ein wenig an einen Country-Song. Das liegt zum einen an dem leichten "Zittern" in der Stimme der Sängerin, zum anderen am Einsatz eines sogenannten "Mellotrons" – einem elektromechanischen Tasteninstrument, das ähnlich einem Synthesizer künstliche Klangflächen erzeugt
"Fine Line"

das wunderschöne Mundharmonika-Solo im Zwischenteil wird hier gespielt von Kåre Christoffer Vestrheim, dem Produzenten aller bisherigen Larsen-Alben. Er macht sich auch vorm Mikro ausgezeichnet

 

Und so bewertet M. Struecker aus Wittstock die CD

"Spark" von Marit Larsen ist ein eher ruhiges Album. Die Melodien gehen ins Ohr (wenn auch erst beim zweiten oder dritten Hören). Marit Larsen hat eine tolle Stimme und einige der Songs können sicher an den Erfolg von ihren ersten Hits (z.B.:" If A Song Could Get Me You") anschließen. Mein Lieblingssongs sind "Don't Move" und "Have You Ever". Rein hören lohnt sich!!!

 

Und so bewertet A. Geltat aus Rathenow die CD:

Das Album ist zwar nicht schlecht, aber leider nicht so ganz meine Musik. Als Hintergrund-Musik wenn man ein wenig auspannen möchte ist sie durchaus geeignet. Die Songs sind alle sehr langsam und ruhig. Meiner Meinung nach hat Marit Larsen aber eine sehr schöne unverwechselbare Stimme und wer auf diese Art von Musik steht wird dieses Album sicherlich lieben.