James Morrison - "The Awakening"
CD-Check

James Morrison - "The Awakening"

Anfang 2009 wurde James Morrison quasi über Nacht in ganz Deutschland bekannt. Mit „Broken Strings“ im Duett mit Nelly Furtado landete der Brite bei uns auf Platz Eins der Verkaufs- und Radio-Charts. Doch die Zeit nach diesem Erfolg war schwierig, privat und musikalisch musste er mehrere Tiefschläge einstecken. Umso bemerkenswerter ist es, mit welch starkem, dritten Album James Morrison jetzt zurück ist: auf „The Awakening“ gibt’s dreizehn persönliche Folk- und Soulsongs mit tollen Melodien und großen Emotionen.

 

1984 kam James Morrison Catchpole (so sein vollständiger Name) als zweites von insgesamt drei Kindern in der englischen Stadt Rugby zur Welt. Da sein Vater die Familie früh sitzen ließ, musste er mit seinen Geschwistern und seiner Mutter ständig umziehen (aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten drohte ihnen ein Räumungsbefehl nach dem anderen). Schließlich fanden sie nach mehreren Jahren eine permanente Bleibe im Küstenort Porth in Cornwall. Dort begann James mit dem Gitarre-Spielen und machte mit 15 Jahren seine ersten Erfahrungen als Straßenmusiker. Nach seinem Schulabschluss nahm der junge Engländer mehrere Gelegenheitsjobs an, da er mit dem Musik machen allein nicht viel Geld verdiente. Mit seiner ersten Freundin Gill (übrigens: er ist immer noch mit ihr zusammen) zog er nach Derby und arbeitete dort sogar als Autowäscher. Sein Leben erreichte einen absoluten Tiefpunkt. Rückblickend sagt Morrison selbst: „Zu der Zeit war ich 19 und lebte eher wie ein 40jähriger.“ Doch es kam der eine Moment, der sein Leben für immer verändern sollte. Bei einem kleinen Kneipen-Auftritt entdeckte in ein lokaler Gitarrist und lud James ein, Demo-Aufnahmen mit ihm zu machen. Sie sendeten das Ergebnis an verschiedene Plattenfirmen und schließlich bekam James Morrison einen Vertrag bei Polydor Records. 2006 erschien das Debütalbum „Undiscovered“, das nach nur einer Woche Platz Eins der englischen Album-Charts erreichte und sich innerhalb eines Jahres über eine Million Mal verkaufte. Den großen Durchbruch bei uns in Deutschland schaffte er aber erst 2009 mit einem Song aus der zweiten CD „Songs For You, Truths For Me“ (2008): „Broken Strings“ mit Nelly Furtado war sein erster und bis dato einziger Nummer-Eins-Hit. Rückblickend ist der Künstler trotz dieses Erfolges ziemlich unglücklich mit dieser Platte. Alles sei ihm zu poppig gewesen und er fühlte sich durch „Broken Strings“ klanglich in eine Richtung gedrängt, in die er eigentlich nie wollte. Also zog er sich zurück, um im dritten Anlauf kompromisslos alles so zu machen, wie er wollte. Die Produktion wurde stark beeinflusst von zwei ganz gravierenden Einschnitten im Leben des Künstlers: er bekam eine kleine Tochter und verlor gleichzeitig seinen Vater, der jahrelang gegen seine Alkoholsucht und Depressionen angekämpft hatte. Diese Geschehnisse und all die damit verbundenen Emotionen verarbeitet James in „The Awakening“.

© Julian Broad
James Morrison

„Meine ersten beiden Alben fühlen sich heute eher wie Übungsrunden an, wie ein paar Schüsse zum Warmwerden, und jetzt habe ich die Prüfung endlich bestanden. In gewisser Hinsicht fühlt es sich so an, als wäre diese LP mein erstes richtiges Album.“ So kündigt James Morrison seine neue CD an – und die klingt tatsächlich absolut liebevoll durchdacht und kompromisslos gefühlvoll produziert. Die 13 Titel erzählen bewegende Geschichten, ohne dabei zu deprimieren. Letztendlich geht es immer darum, auch das Gute in jeder Situation zu sehen. „In My Dreams“ etwa handelt vom Tod des Vaters und dem Wunsch, ihm einmal im Traum zu begegnen. Trotz des traurigen Textes ist James zuversichtlich, dass sich sein Wunsch bald erfüllt und passend dazu ist der Titel auch sehr beschwingt, fast fröhlich. Überhaupt ist das Album insgesamt nicht so balladesk, wie wir das erwartet hätten. Mit „Slave To The Music“ liefert der Brite sogar eine richtig tanzbare, rhythmische Soul-Nummer ab. Mit dabei sind Streicher, Bläser und ein toller, mehrstimmig arrangierter Background-Chor. Trotz des rückblickend persönlich nicht zufriedenstellenden poppigen Ergebnis bei „Broken Strings“ hat Morrison auch für sein neues Album wieder ein Duett aufgenommen. Als Partnerin hat er sich dafür die englische Newcomerin Jessie J („Price Tag“) ausgewählt. Das Ergebnis ist beeindruckend. Bei „Up“ harmonisieren die beiden starken Stimmen wirklich ideal miteinander. Sie ergänzen sich einfach perfekt. Und überhaupt: dass James Morrisons Reibeisenstimme wahnsinnig toll ist, steht außer Frage. Den Beweis liefert der Sänger unter anderem in der ersten Single „I Won’t Let You Go“ – einer Liebeserklärung an seine Freundin Gill.

Drei Jahre arbeitete James Morrison an „The Awakening“ – und dass es so lange dauerte, hat sich wirklich gelohnt. Er wollte einfach großartige Popsongs produzieren, die auch in ferner Zukunft noch gut klingen. Und es ist ihm gelungen! Die 13 Titel sind absolut abwechslungsreich, gefühlvoll und liebevoll arrangiert. Diesem Album werden Sie die persönliche Bedeutung sofort anhören!

 

 

Anspieltipps:
„The Awakening“behandelt die Erfahrungen als junger Vater und James Gefühle zu seiner Tochter Elsie. Der Song klingt entsprechend stolz und glücklich.
„One Life“ist eine tolle Nummer voller Zuversicht: „I Got One Life And I’m Gonna Live It Right“ (Ich habe ein Leben und ich werde es richtig leben“). Morrison legt so viel Gefühl in den Titel mit dieser tollen unverwechselbaren Stimme, die er einem tragischen Ereignis verdankt. Als Kind erkrankte er an einem schlimmen Keuchhusten, der ihn fast das Leben gekostet hätte.
„Person I Should Have Been"

geht zurück auf ein Gedicht, das der Künstler nach einem Gespräch mit seinem im Sterben liegenden Vater geschrieben hatte. Es geht um die Dinge, die man in seinem Leben hätte tun sollen. Ein Song mit absoluter Gänsehaut-Garantie!

 

Und so bewertet F. Krüger aus Letschin die CD:

Bin total beeindruckt von dieser CD.
Gerade zur jetzigen Jahreszeit, schön vor dem Kamin sitzen und dieser tollen Stimme
lauschen und die Schmusesongs so richtig inhalieren.
Tolle Musik, tolle Stimme, tolle CD

 

Und so bewertet B. Hintze aus Berlin die CD:

Für mich der bessere James Blunt. Herrliche Kuschelmusik zum Träumen!
Dazu sehr melodisch und gut interpretiert.
Fazit: Eine CD, die sich wirklich lohnt zu kaufen!

 

Und das sagt C. Plagemann aus Berlin zum Album:

Wenn ich nicht eh schon ein großer Fan von James Morrison gewesen wäre, dann wäre ich es spätestens nach diesem Album!
Sein neues Album "The Awakening" ist so facettenreich, dass wirklichen für jeden etwas dabei ist!
Von langsam über schnell bis hin zu einem unglaublichen berührenden Duett ist auf diesem Album alles vertreten!
James Morrison der laut meinem persönlichen Lieblingssong des Albums "A SlaveTo The Music" ist, machte mich mit diesem Album zu einem "Slave To The Music From James Morrison".
Ein durch und durch gelunges Album !